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Feuer und Flamme – Grillen mit Kindern

 

Sommerzeit ist Grillsaison! Was gibt es schöneres als an einem lauen Abend den Duft von Holzkohle und brutzelnden Steaks durch den Garten ziehen zu lassen? Auch Kinder finden Grillen in der Regel toll, denn es findet draußen statt, es hat mit Feuer zu tun und ist einfach etwas anderes, als der normal gedeckte Abendbrottisch. Dazu, wie auch kleine Kinder beim Grillen auf ihre Kosten kommen und wie man den Nachwuchs beteiligt und nicht nur zum reinen Zuschauer degradiert, gibt es einige nützliche Tipps:

 

 

von Christian Brans-Schreckeneder

 

 

Die Wahl des Grillgutes

 

Grundsätzlich kann man fast alles auf dem Grill zubereiten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, nur werden Kinder an Exoten wie mariniertem Oktopus oder englisch gegartem Rinderfilet eher wenig Freude haben. Grillgut, das Kindern schmecken soll muss schnell und einfach zubereitet werden können – und idealerweise kann man es mit den Fingern essen. Würstchen, Hamburger, mild eingelegte Gemüsespieße oder ein ganzer Maiskolben gehen eigentlich immer. Für ältere Kinder dürfen es auch gerne ein Hähnchenfilet oder Hühnerschenkel und -flügel sein. Gut geeignete Würste sind zum Beispiel kleine Rostbratwürstchen oder Griller aus Geflügelfleisch. Hamburgerfleisch gibt es meist tiefgefroren zu kaufen, auch die üblichen Brötchen finden sich in fast jedem Supermarkt. Zum Belegen der Burger hält man am besten frische Tomaten, Gurken und Salat bereit, die Brötchenhälften kann man ebenfalls kurz auf den Grill legen und anrösten. Wer einen Maiskolben grillt, bestreicht diesen am besten hin und wieder mit Butter, damit die Körner nicht zu schnell verbrennen und platzen. Allgemein sollte man darauf verzichten, das Fleisch zu stark zu würzen oder zu marinieren – extreme Aromen wie Knoblauch oder Chili schmecken den meisten Kindern nicht. Als Soße reicht  meistens Tomaten-Ketchup.

 

 

Süßes vom Rost

 

Kinder lieben Süßes und so etwas darf auch bei einem zünftigen Grillabend nicht fehlen. Besonders gut eignen sich hierfür Bananen, die man entweder in der Schale gart oder auf Spieße stecken kann. Dazu passt eine leckere Schokoladensoße. Auch anderes Obst kann man auf dem Grill zubereiten, vorausgesetzt das Fruchtfleisch ist dick und der Wasseranteil nicht zu hoch. Ein Klassiker von amerikanischen Barbecue- und Lagerfeuer-Abenden sind Marshmallows: Die auch als „Mäusespeck“ bekannte Süßigkeit aus Zucker, Eischnee und Geliermittel nimmt auf dem Grill schnell eine bräunliche Farbe an und fängt an zu zerlaufen. Zusammen mit etwas Honig ist diese Leckerei zwar die Horrorvorstellung eines jeden Zahnarztes, für Kinder jedoch ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

Die Kleinen einbinden

 

Überhaupt sollte man bedenken, dass bei den meisten Kindern beim Grillen das Essen ohnehin nur eine Nebenrolle spielt. Für sie ist das ganze Drumherum, das offene Feuer, der Rauch und die Atmosphäre viel spannender und wichtiger. Wenn möglich sollte man die Kleinen darum so viel wie möglich einbinden, wenn es an die Arbeit geht. Kinder haben viel Spaß daran selber Obst oder Gemüse auf Spieße zu stecken oder – natürlich unter Papas Aufsicht – selber ihr Würstchen mit der Zange zu wenden. Etwas ältere Kinder kann man durchaus direkter beteiligen und sie zum Beispiel als „Grill-Assistenten“ Fleisch, Gewürze oder Werkzeug anreichen lassen.

 

 

Auf die Sicherheit achten

 

Grundsätzlich gilt: Ein entfachter Grill, offenes Feuer und Kinder dürfen niemals alleine gelassen werden, sondern müssen beaufsichtigt sein. Zudem sollte man den Grill so positionieren, dass er auch beim Herumtoben nicht sofort umgerissen wird. Wichtig ist daher auch die Standfestigkeit des Gerätes. Der Grill selber, insbesondere beim Entfachen des Feuers, sollte grundsätzlich nur von Erwachsenen bedient werden.

 

 

Wenn man auf diese Dinge achtet, sollte einem entspannten und gemütlichen Grillabend nichts mehr im Wege stehen.
 

Foto: © Monkey Business - Fotolia.com
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