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Da guckste in die Röhre – Kinder und Fernsehen

 

Der Fernseher ist für alle Kinder ein faszinierendes Gerät: Bunte, bewegte Bilder, Töne und Musik versprechen Spannung und Abenteuer jenseits des normalen Alltags. Kein Wunder, dass viele Kinder am liebsten den ganzen Tag vor der Glotze verbringen würden – sehr zum Leidwesen der Eltern. Der Fernsehkonsum der Sprösslinge zählt ähnlich wie das Thema Süßigkeiten zum häufigsten Anlass für Streit in der Familie. Den Umgang mit dem Medium Fernsehen müssen beide Seiten daher erst erlernen.

 

 

von Christian Brans-Schreckeneder

 

 

Eine andere Welt

 

Kindergarten- und Vorschulkinder nehmen die bewegten Bilder anders wahr als Erwachsene. Eine in Bildern erzählte Geschichte erschließt sich den Kleinen in diesem Alter noch nicht, kausale Zusammenhänge, Rückblenden und andere dramaturgische Kniffe sind ihnen unverständlich. Deshalb folgen die meisten Film-Angebote für diese Altersgruppe sehr einfachen Mustern. Die Figuren sind oft stark überzeichnet, sind eindeutig als „gut“, „böse“ oder „schlau“ zu erkennen. Dies ist notwendig, da junge Kinder in ihrem Alltag selber stark zur Polarisierung neigen. Außerdem nehmen die Kleinen das Geschehen auf dem Bildschirm zu diesem Zeitpunkt noch als real war – die Szenen werden so erlebt, als sei das Kind selber dabei. Erst mit zunehmendem Alter erkennen Kinder, dass es sich bei einem Film auch nur um eine Geschichte handelt.

 

 

Was passiert da?

 

Grundsätzlich gilt, dass man Kinder nur anschauen lassen sollte, was diese auch verstehen können. Sonst kann es leicht geschehen, dass Inhalte nicht oder falsch verarbeitet werden – und dann darf man sich nicht wundern, wenn der Nachwuchs des Nachts weinend wach wird und ins elterliche Bett will. Wann ein Kind in der Lage ist, bestimmten Inhalten zu folgen, kann man allerdings nicht pauschal beantworten – jedes Kind reagiert hier anders und entwickelt sich unterschiedlich schnell. Als Faustregel gilt, dass Kinder im Kindergartenalter maximal ca. 30 Minuten pro Tag fernsehen sollten. Jüngere Kinder oder Babys am besten gar nicht.
Anzeichen dafür, dass ein Kind überfordert ist können sich durchaus auch körperlich äußern. Wenn der Nachwuchs beim fernsehen anfängt an Haaren oder Nägeln zu kauen, sich versteckt, Augen oder Ohren zuhält oder mit knallroten Ohren regelrecht mitfiebert (und zwar durchaus im Sinne von einer erhöhten Temperatur), dann ist es höchste Zeit, das Programm zu unterbrechen. Sind Kinder häufig einer solchen Reizüberflutung ausgesetzt, kann es sehr schnell zu Schlaflosigkeit, Alpträumen oder anderen ernsthaften Störungen kommen.

 

 

Richtig fernsehen

 

Um den Nachwuchs nicht zu überfordern sollte man das Programm sehr genau auswählen. Mittlerweile gibt es eine Fülle von Fernsehserien, Cartoons, Filmen usw., die auf verschiedenen Kanälen um die Gunst der kleinen Zuschauer buhlen. Längst nicht alle davon sind wirklich für Kinder geeignet. Eltern sollten daher zunächst „probeschauen“, was den Nachwuchs interessiert. Außerdem sollte man Kinder nie allein vor dem Fernseher lassen. Es ist ungeheuer wichtig für den Nachwuchs, sich über das Gesehene und Erlebte auszulassen, und sei es nur, sich in Mamas Arme zu kuscheln. Dieser Rat gilt übrigens auch durchaus noch für ältere Kinder.
In der Regel mögen kleine Kinder einfach strukturierte Geschichten mit klaren Handlungssträngen und eindeutig charakterisierten Figuren. Die Bildfolgen sollten ruhig und nicht zu hektisch sein, die Handlung nicht zu spannend und Musik- und Geräuschuntermalung nicht zu aufwühlend. Wichtig ist zudem, dass der Film, oder die Geschichte ein gutes Ende nimmt. Spätestens alle 30 Minuten sollte der Film ohnehin unterbrochen werden, bzw. erst am nächsten Tag fortgesetzt werden. Außerdem muss nach dem Fernsehen auch noch ausreichend Zeit sein, das Gesehene im Spiel zu verarbeiten – Direkt nach dem Film ins Bett geht meistens schief.

 

 

Macht Fernsehen gewalttätig?

 

Auf diese Frage gibt es keine abschließende Antwort. Trotz aller wohlfeilen Politiker-Behauptungen, ist bisher nicht nachgewiesen, dass der Konsum von Gewaltdarstellungen im Kindes- oder Jugendalter, dazu führt, dass diese selbst gewalttätig werden. Klar ist allerdings, dass Gewalt irgendwie wirkt – was man seinem Kind hier zumutet, ist letztendlich eine Frage des gesunden Menschenverstandes. Splatterfilme für 10-jährige verbieten sich von selbst, andererseits ist nicht jede Rauferei im Trickfilm dazu angetan, dass die Sprösslinge hinterher über die Stränge schlagen.

 

 

Kinder und Medien

 

Was und wie oft das eigene Kind fernsehen darf, muss letztlich jedes Elternpaar für sich entscheiden. Eine gute Richtlinie ist dabei das eigene Gewissen und Wertesystem. Passt das, was der Nachwuchs unbedingt sehen will, da nicht rein, dann sollte man es auch nicht erlauben. Ohnehin empfiehlt es sich gerade beim Thema Medienkonsum von Anfang an klare Grenzen zu setzten und diese auch konsequent einzuhalten. Wer andererseits seine Kinder komplett von der Mattscheibe fernhält, der tut sich und seinem Nachwuchs damit auch keinen Gefallen. Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, die mittlerweile in beinahe allen Bereichen von elektronischen Medien bestimmt wird: Internet, iPhone, Fernseher, Spielekonsole – die Grenzen zwischen diesen Medien verschwimmen immer mehr. Den Umgang mit ihnen muss man also lernen – und das am besten nicht zu spät.
 

Fotos: © Sven Bähren - Fotolia.com
© Irina Fischer - Fotolia.com
© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Kommentare zum Artikel:

Eppe aus Oranienburg
#1Freitag, 26.12.14 14:44

top Artikel, sollten sich viele mal zu Herzen nehmen! 

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