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Feste und Brauchtum: Halloween mit Kindern
Mythische Wurzeln
Die Ursprünge von Halloween liegen im Dunkeln. Traditionell bezeichnet Halloween den Abend vor dem 1. November, an dem nach christlichen Glauben Allerheiligen gefeiert wird. Vermutlich ist Halloween darum eine Verballhornung des englischen Begriffes „All Hallows Evening“, also der Abend, bzw. die Nacht vor Allerheiligen. Angeblich sollen bereits die alten Kelten in dieser Zeit das Fest Samhain gefeiert haben. Nach keltischem Glauben öffneten sich in dieser Nacht die Tore zwischen der Welt der Lebenden und der Toten, Geister, Dämonen und Untote zogen umher und trieben ihren Schabernack mit den Menschen. Um sich der Seelen der Toten zu erwehren und ihnen gleichzeitig den Weg in ihr Reich zu zeigen, entzündeten die Menschen große Feuer und feierten laut und ausgelassen. Da die Kelten keine schriftlichen Zeugnisse ihrer Religion hinterlassen haben ist natürlich nicht klar, ob diese Vermutung stimmt, aber dass Geister und Spukgestalten zu Halloween gehören, wie der Osterhase zum Ei, weiß heute jedes Kind. Mit den irischen Auswanderern kam die Halloween-Tradition auch in die Vereinigten Staaten und entwickelte sich hier zu dem ausgelassenen Kostümfest, das wir heute kennen. Das amerikanische Halloween-Fest wurde vor etwa 20 Jahren auch in Deutschland populär, zunächst als reines Fest für Erwachsene und später auch immer mehr für Kinder.
Süßes oder Saures – Halloweenbräuche für Kinder
Jack O´Lantern
Ohne ihn ist kein Halloween-Fest denkbar: Der ausgehöhlte, zu einer Fratze geschnitzte und von innen beleuchtete Kürbis, den die Iren und Amerikaner Jack O´Lantern nennen. Der Name geht zurück auf eine irische Volkssage, in der ein schlechter Mensch sich mit dem Teufel einlässt, und dazu verdammt ist, als ruhelose Seele, nur mit etwas Licht von einem glühenden Stück Kohle in einer ausgehöhlten Rübe, durch die Dunkelheit zu ziehen. Die beleuchteten Rübengesichter waren in Irland ein beliebter Fensterschmuck. Aus den Rüben wurden in der neuen Welt dann Kürbisse. Auch in Deutschland erfreut sich der Kürbis als Herbstgemüse und Zierpflanze seit Jahren einer wachsenden Beliebtheit und gehört mittlerweile zum festen Sortiment von Gemüsehändlern und Blumenläden. Wer seinen eigenen Jack O´Lantern schnitzen will, findet dazu im Internet zahlreiche Anleitungen. Gerade für etwas ältere Kinder ist das Basteln so eines stilechten Halloween-Kürbisses ein großes Vergnügen. Für die Innenbeleuchtung eignen sich entweder Teelichter oder eine einfache Glühbirne. Aus dem Fruchtfleisch lässt sich zum Beispiel eine leckere Kürbissuppe kochen.
Geister, Hexen und Vampire – das richtige Kostüm für die Party
Halloween – ein Fest nicht nur für Kinder
Wenn die kleine Monsterbande aus dem Haus und das eigene Nachtgespenst im Bett liegt, haben vielleicht auch die Eltern Lust auf ein wenig gruseliges Feiern bekommen. Wer einen Babysitter findet, kann sich dann zum Beispiel auf zu einer der zahlreichen kommerziellen Halloween-Partys machen, die in fast jeder Stadt mittlerweile angeboten werden. Dabei handelt es sich in der Regel um Kostüm- und Mottopartys mit aktueller Musik. Eine andere Variante ist es natürlich die Eltern der kleinen Partygäste gleich mit einzuladen. Wer Halloween lieber von seiner ursprünglichen Seite kennen lernen will, hat dazu in einem der zahlreichen Irish Pubs Gelegenheit: Mit Live-Musik, Guinness und irischen Spezialitäten, lässt es sich prima aushalten, während draußen die Geister umgehen….
Foto: © Sandra Cunningham - Fotolia.com Kommentare zum Artikel:
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