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Notfalltipps: Erste Hilfe bei Wespenstichen
ACHTUNG: Die hier gegebenen Tipps ersetzen in keinem Fall eine fachkundige Beratung durch einen Arzt und erst recht keinen Arzt-Besuch! Im Zweifel sollte daher immer der behandelnde Kinderarzt oder aber der Notarzt unter der europaweit einheitlichen Rufnummer 112 verständigt werden!
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Nicht provozieren
Wespen gelten als aggressiv, was vor allem auf ihr typisches Bewegungsverhalten zurück zu führen ist. Viele Menschen, vor allem aber Kinder, reagieren auf die abgehackten Flugbewegungen ihrerseits panisch und beginnen um sich zu schlagen. Gerade das sollte man aber vermeiden, denn hektische Bewegungen, Anpusten oder Schlagen wecken den Selbstverteidigungsinstinkt der Tiere. Insbesondere in der Nähe von Nestern sollte man so ein Verhalten dringend unterlassen, sondern sich lieber ruhig aber zügig aus dem Umfeld des Nestes zurückziehen. Keinesfalls sollte man nach den Insekten schlagen, wenn sie sich auf dem Körper niedergelassen haben, sondern lieber langsam abstreifen. Sticht eine Wespe zu, setzt sie dabei Alarmpheromone frei, die wiederum Artgenossen anlocken und auch diese zum Stich animieren. Da der Wespenstachel keine Widerhaken hat, können die Tiere durchaus mehrmals zustechen – und der Reflex funktioniert auch noch bei gerade getöteten Wespen.
Nicht anlocken
Erste Hilfe beim Stich
Wespenstiche sind zwar sehr schmerzhaft, in der Regel jedoch harmlos. Beim Stich injiziert die Wespe ein Gift in die Wunde, auf das der Körper mit Brennen, Rötungen und Schwellungen reagiert. Die Symptome können dabei teilweise sehr heftig ausfallen und auch erst nach zwei oder drei Tagen ihren Höhepunkt erreichen. Wie stark die Reaktionen ausfallen, hängt von der Menge des Giftes und der betroffenen Körperregion ab.
Wird ein Kind von einer Wespe gestochen, sollte man zunächst versuchen das Kleine zu beruhigen. Die Stichwunde wird am besten sofort gekühlt, idealerweise mit einem Kühlkissen aus dem Eisfach, zur Not tut es auch ein kalter Lappen. Wespenstachel bleiben nicht in der Haut stecken, die von Bienen jedoch schon. In so einem Fall sollte der Stachel möglichst rasch entfernt werden, damit möglichst wenig Gift in die Wunde gelangt. Zur weiteren Behandlung eignet sich zusätzlich zur grundlegenden Kühlung auch noch eine Salbe oder Gel gegen Insektenstiche.
Das Gift von Wespen, Bienen und Hornissen ist in der Regel selbst bei einer höheren Anzahl von Stichen nicht tödlich. Lebensgefahr nach einer Wespenattacke besteht daher meistens nur durch eine allergische Reaktion auf das Gift oder aber durch einen Stich in die Mund- und Rachenschleimhaut. Bei einer Allergie können die Symptome von leichten Beschwerden wie Übelkeit und Kopfschmerzen bis hin zum lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock reichen. In so einem Fall, der sich oft ziemlich schnell durch ein rasantes Anschwellen der Stichwunde und Atembeschwerden ankündigt, muss unbedingt der Notarzt verständigt werden! Foto: © Pavel Korol - Fotolia.com Kommentare zum Artikel:
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