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Notfalltipps: Erste Hilfe bei Sonnenbrand

 

ACHTUNG! Die hier gegebenen Tipps ersetzen in keinem Fall eine fachkundige Beratung durch einen Arzt und erst recht keinen Arzt-Besuch! Im Zweifel sollte daher bei Problemen immer der behandelnde Kinderarzt oder aber der Notarzt unter der europaweit einheitlichen Rufnummer 112 verständigt werden!

 

Er kommt unbemerkt und schnell: Der Sonnenbrand. Vor allem Kinder sind durch direkte Sonneneinstrahlung gefährdet, denn ihre Haut verträgt die intensive UV-Strahlung noch schlechter als die eines Erwachsenen Menschen. Zwar gehört ein Sonnenbrand zum Sommer wie Speiseeis, aber auf die leichte Schulter sollte man ihn keineswegs nehmen: Schwere Sonnenbrände sind nicht nur schmerzhaft, sondern sie steigern auch das Risiko an Hautkrebs zu erkranken immens. Was man tun kann, wenn der Nachwuchs trotz aller Vorsicht rot, wie ein Krebs wird und wie man die Kleinen effektiv gegen die Sonne schützt, verraten die nächsten Zeilen.

 

 

von Christian Brans-Schreckeneder

 

 

 

Sonnenbäder – für kleine Kinder tabu!

 

Babys und Kleinkinder gehören grundsätzlich überhaupt nicht in die direkte Sonne. Die Haut ist in den ersten Lebensjahren noch besonders empfindlich und verletzbar. Die UV-Strahlung kann ungehindert auch in tiefere Gewebeschichten eindringen und dort ihre zerstörerische Kraft entfalten. Das Hautkrebsrisiko wird dadurch erheblich verschärft, auch zwar auch ohne einen sichtbaren Sonnenbrand oder eine Hautrötung. Da sich Kinder auf der anderen Seite während des Sommers schlecht im Haus einsperren lassen und sich natürlich auch im Freien aufhalten sollen, muss man sie vor der Sonne schützen: Dazu gehört vor allem leichte und luftige Kleidung, die aber trotzdem möglichst viel Haut bedeckt, eine Kopfbedeckung, die möglichst viel Schatten auf Nacken und Gesicht wirft, sowie eine hautverträgliche Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

 

 

Wenn die Haut verbrennt

 

Ein Sonnenbrand entsteht durch zu intensive UV-Strahlung und stellt eine echte Verbrennung dar. Je nach Schwere zeigt sich die Haut leicht bis stark gerötet, ist druckempfindlich, juckt oder schmerzt. Es können sich Blasen bilden und nicht selten schälen sich nach einigen Tagen die oberen Hautschichten ab. Manche Kinder reagieren auf zu starke Sonneneinstrahlung neben einem Sonnenbrand auch noch mit einer Sonnenallergie: Dabei kommt es zu Hautveränderungen, wie Knötchen oder Schwellungen, die mitunter sehr unangenehm sein können. Bekannt ist zum Beispiel die sogenannte „Mallorca-Akne“. 

 

Besonders tückisch ist die Sonne dann, wenn man ihre Hitze nicht direkt spürt: Vor allem Kinder können die Kraft der Sonnenstrahlung nicht richtig einschätzen, wenn sie nebenbei im kühlen Wasser toben, ein leichter Wind die Haut kühlt oder sich dünne Wolken vor die Sonne schieben. Bei allzu langer, direkter Sonneneinstrahlung auf den Kopf droht Menschen mit kurzen Haaren, Glatze aber auch kleinen Kindern, die noch dünnere Haare haben auch ein sogenannter Sonnenstich: Dabei handelt es sich um eine Hitzereaktion des Gehirns, die sich durch Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Nackenschmerzen bemerkbar macht. Außerdem können Fieber und Bewusstlosigkeit auftreten. Ein solcher Sonnenstich kann sich zu einem potenziell tödlichen Hirnödem entwickeln: Sollte ein Kind oder Erwachsener nach längerem Aufenthalt in der Sonne eines der beschriebenen Symptome zeigen, muss sofort der Notarzt verständigt werden!

 

 

Kühle, Luft, Schatten – und viel trinken

 

Einen akuten Sonnenbrand behandelt man am besten, indem man die Haut kühlt. Dazu eignen sich kalte Umschläge oder kühlende Salben und Lotionen, die der Haut Feuchtigkeit spenden. Als Hausmittel werden zwar auch häufig Quarkpackungen und Ähnliches empfohlen, doch sollte man hiervon eher Abstand nehmen: Die Infektionsgefahr ist nämlich nicht zu unterschätzen. Gegen stärkere Verbrennungen helfen auch entzündungshemmende Salben oder Tabletten – allerdings sollte in diesen Fällen ohnehin ein Arzt aufgesucht werden.

 

 

Links:

 

Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz mit Information zur UV-Strahlung
http://www.bfs.de/de/uv/uv2

 

Unser Nachwuchs-Artikel mit Tipps zur Ferienreise in südliche Urlaubsländer
http://www.unsernachwuchs.de/redaktion/freizeit/abenteuer_familienurlaub_teil1.html

 

 

Foto: © Phototom - Fotolia.com
© Vintsik - Fotolia.com

Kommentare zum Artikel:

Melanie aus Sankt Augustin
#1Sonntag, 13.06.10 11:43

 seeeehr informativ. Vielen Dank!

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